Freitag, 16. August 2013

Interview mit der Autorin Pat McCraw


 



Lesen verbindet: Bücherwelten durfte der humorvollen Autorin Pat McCraw einige Fragen stellen – und lernte eine Frau kennen, die sympathisch, gewitzt, wortgewandt und einfach anders ist:


Lesen verbindet:

Pat, was mich als Leserin natürlich sehr interessiert: Was war dein Lesestoff, als du die Liebe zum Wort entdeckt hast – und welche AutorInnen bevorzugst du heute?

Pat McCraw:

Ich war ein achtjähriges, verträumtes Mädel, als mir jemand ein Tagebuch schenkte. Dessen Seiten zu füllen machte ich schnell zu meiner Passion. Das Bedürfnis Tagebuch zu schreiben wuchs in der Pubertät, denn ich vertraute den Erwachsenen um mich herum nicht mehr. Also wurde das Tagebuch mein Freund.

Und ich las! Alles!

Kinderbücher, Karl May, Gruselgeschichten - machte auch vor dicken Wälzern wie "Vom Winde verweht" nicht halt. Ich sehe mich noch heute, als kleines, dünnes Mäuschen, riesige Bücherberge heimwärts schleppen..

Meine absolute Lieblings-Schriftstellerin war/ist Marion Zimmer-Bradley.“

Lesen verbindet:

Darf man dich eigentlich als Indie – Autorin bezeichnen? Warum eigentlich Selfpublishing, warum kein großer, bekannter Verlag?

Pat McCraw:

Ich mag die Bezeichnung Indie nicht, ich sehe mich als Selfpublisherin. :)

Selfpublishing deshalb, weil ich mit fast 60 keine Zeit mehr habe, bei Verlagen Klinken zu putzen und ich als Selfpublisherin mein eigener Herr bin, denn ich will aus Spaß schreiben. Termine zu haben, und Leute, die auf mich einreden, wäre kein Spaß mehr! :)“

Lesen verbindet:

Woher kam die Idee zu der Serie um die Duocarns, die soviele zum Träumen bringen?

Pat McCraw:

Ich fand irgendwann die Black Dagger Serie von J.R. Ward und war begeistert. Ich las mehr. Bücher über geile Gastaltwandler, über eiskalte Mediale, über sexy Erzengel. Sie hatten alle etwas gemeinsam:

Die Protagonisten waren männlich, umwerfend attraktiv und die Frauen flogen auf sie. Ich war infiziert!
Langsam formten sich in meinem Kopf meine eigenen Wunschtraum-Männer. Auf einmal standen sie neben mir: Solutosan, Xanmeran, Patallia, Meodern und Tervenarius.

Sie wollten unbedingt geschrieben werden! Hatte ich eine Schreibpause, zwangen sie mich Kurzgeschichten über ihre Wartequalen zu schreiben. Sie waren erst wieder zufrieden, wenn ich an meinem Rechner saß. Dann diktierten sie mir die Geschichte der Duocarns. Ich weinte mit ihnen und lachte, wenn sie es taten. Ihre Charaktere formten sich immer weiter. Aus den unbesiegbaren, unsterblichen Außerirdischen wurden sensible Männer mit tiefen Gefühlen. Sie verliebten sich.“


Lesen verbindet:

War dir von Anfang an klar, das du in der Serie um die Duocarns auch homoerotische Elemente
mit einbinden würdest?

Pat McCraw:

Ich hatte mir eigentlich nie über homosexuelle Dinge Gedanken gemacht. Aber plötzlich waren Patallia und Tervenarius verliebt - in Männer. Zwei tiefgründige Liebesgeschichten entstanden, die sich - selbst nach 1500 Seiten - noch erhalten haben.

Lesen verbindet:

Danke, das du dir die Zeit genommen und die Fragen beantwortet hast. Ich wünsche dir und den Duocarns viel Erfolg und kann es kaum erwarten, weiterzulesen!

Pat McCraw:

Danke für das Interview!  :)

 Synic / Pat McCraw

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