Donnerstag, 14. August 2014

EulenGeschnatter #1: Böse Bloggerwelt?


Shitstorms, Hassmails und Zickenterror - muss das sein? Ist es so schwer, in einer Gemeinschaft fair zu bleiben, und jedem seinen Spass am Hobby zu lassen?

Liebe LeserInnen,

heute widmen wir uns einem besonders aktuellem und heiklem Thema. Wie wir letzte Woche bestürzt feststellen mussten, hören immer mehr BloggerInnen, die schon jahrelang dabei sind einfach auf. Ziehen sich zurück. Geben auf. Verschwinden im digitalen Nirvana....

Virtuelles Mobbing scheint auch in der Buchblogger - Szene angekommen zu sein. Schade!
Denn wir BuchbloggerInnen haben doch eines gemeinsam, was uns verbinden sollte - nämlich die Leidenschaft zu Büchern, dem Lesen und den Spass am Rezensieren. Oder?!




Nein, plötzlich ist es furchtbar wichtig,

1.  Wieviele LeserInnen man hat.

Pfft - wozu denn?

Viele LeserInnen bedeutet nicht gleich Qualität der Beiträge.
Wir lesen und folgen nur da, wo uns etwas anspricht - alles andere ist uns wurscht.
Und: Wer uns oder unseren Blog nicht mag - der muss uns nicht folgen.

Wir sind lieber in unserem kleinem Eulengehege und machen es uns hier gemütlich und schnattern dafür so, wie uns der Schnabel gewachsen ist - anstatt uns abrichten zu lassen und nach irgendeiner Pfeife zu tanzen.

Einfache Logik, die jeder begreifen und verinnerlichen sollte.

2.   Rezensionexemplare (und natürlich die besten und neuesten) zu ergattern - und nicht immer werden sie wirklich gelesen und rezensiert, sondern man betreibt, wie eine Bloggerin es so schön bezeichnet hat "Schwanzlängenvergleich"...

Hallo? Haben wir irgendwas falsch verstanden?

Gut, wir arbeiten auch mit Verlagen zusammen. Aber das hängen wir nicht an die große Glocke oder müssen dazu zig Posts hier und auf Facebook veröffentlichen. Wir wissen es, die Verlage wissen es - und in den Rezensionen wird ordnungsgemäß zu den Verlagen verlinkt - Blogger (wir) happy, Verlage happy - was gibt es da noch mehr? Nichts!

Es geht um das Lesen und Rezensieren - und da wir Blogger mit unseren Blogs eine Werbeplattform stellen darf man gut und gerne ein Rezensionsexemplar als Entlohnung sehen.

Doch dafür muss man auch Leistung bringen - und das übersehen viele, die mit Kommentaren wie "nur abstauben" auf die BloggerInnen eindreschen nicht. Hauptsache drauf, die "Kleinen" einschüchtern - und sich mächtig fühlen!

Klar, man freut sich - auch über Vorabexemplare, Überraschungspost usw. - aber deswegen so einen Aufriss drum zu machen? Absolutes No-Go!

3.  Meinungen kundzutun, die besser ungeschrieben geblieben wären...

Wenn wir lesen... "informier dich vorher, bevor du anfängst du bloggen." "Warum willst du denn bloggen - bestimmt nur wegen Rezex's abstauben?" -

Echt mal, haben die sich alle zu lange den Schnabel nicht geputzt, das da so ein Müll hervorquellen muss? Lasst die Küken doch lernen und flügge werden! Wer nichts probiert, lernt nix - und wir alle fangen klein und unbeholfen an!

Bei sowas kriegen wir echt Flügelkrätze, es schüttelt uns das gesamte Büchereulengefieder!!!

Genau deshalb ziehen wir jetzt mit einem Augenzwinkern schnatternd weiter, putzen uns die Flügel -

und lesen ein Buch, denn das hier ist ja ein Bücher-Blog, kein Meckerblog...

In dem Sinne,

eure Büchereulen Synic und Floh


Kommentare:

  1. Hallo ihr zwei beiden,

    ihr habt natürlich völlig Recht mit dem was ihr schreibt. Doch leider ist es für viele Neulinge so, das sie gerade diese Leitbilder vermittelt bekommen. Die erfolgreichen Blogger sahnen ein Reziexemplar nach dem anderen ab, obwohl sie qualitativ vielleicht nicht so der Renner sind (Natürlich nicht alle, es gibt auch erfolgreiche Blogger die es sich wirklich verdient haben!) und die Buchblogger, die nicht jeden Mainstreammist mitmachen gehen leicht unter. Dabei veröffentlichen gerade diese nicht jeden Tag eine Rezension, oder machen bei der Montagsfrage, dem dienstagslesen, dem mittwochsdenken oder dem donnerstagsschlafen oder so mit, sondern befassen sich an diesen Tagen mit anderen Themen rund ums Buch.

    Oft sind mir solche Beiträge tausendmal lieber als diese Mainstreamdinger, bei dem einfach jeder mitmacht, weil er das Gefühl hat mitmachen zu müssen.
    Es ist traurig, dass es so kommen musste. Gerade in der Bloggerszene ist dieses Verhalten fehl am Platz. Ohne jetzt ein Klischee auszupacken, aber wenn es so läuft landen wir bald an dem Punkt, an dem Beautyblogger und Co schon lange angekommen sind.

    Und genau das verschreckt dann den vielverprechenden Nachwuchs und die alten Hasen, die sich nach den alten Zeiten sehen, beschweren sich immer mehr und schließen auch ihre Pforten - übrig bleiben dann nur noch die, die dieses Problem verursachen :(

    Wahrer Post, Mädels
    Liebe Grüße, Bianca

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    1. Hm, also nur weil jemand bei den wöchentlichen Aktionen mitmacht, heißt das noch lange nichts schlechtes ^^
      Was und wie oft jemand bloggt, ist doch jedem selbst überlassen und niemand wird gezwungen, es zu lesen.
      Schade ist, dass immer auf "den anderen" rumgehackt wird ... jedem das seine ;)

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  2. Hallo dank euren post fand ich zu euch und er gefälltmir total gut :-) also mirgefällt vor allem euer blog so gut

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  3. Super Artikel. Habe nur eine Kleinigkeit auszusetzen (und nein, der Link ist kein Spamlink sondern hat eine Aussage, auch wenn es nicht direkt mit dem Thema, sondern lediglich mit dem Artikel zu tun hat): Warum das große Binnen-I unfeministisch ist.
    Seit ich diesen Artikel gelesen habe, muss ich irgendwie immer wieder darauf hinweisen, denn ich finde er ist ziemlich wahr. Hat nichts mit dem behandelten Thema zu tun, nur mit der Art wie der Artikel verfasst ist und die mich inzwischen stark stört ("...liebe LeserInnen..")

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  4. Huhu!

    Schöner Artikel, ich hoffe, er erreicht auch die richtigen!

    Nichtsdestotrotz bekommst du von mir einen TAG verpasst - mach mit oder lass es, wie du möchtest :)
    http://blog4aleshanee.blogspot.de/2014/08/tag-liebster-award-2014.html

    Mir ist es im übrigen egal, ob ich als LeserIn oder als Leserin angesprochen werde, ich bin da tolerant :D

    Liebste Grüße, Aleshanee

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